The liar princess and the blind prince – Kurz, süß, herzzerreißend.

Was braucht man für eine Liebesgeschichte? Ein bisschen Drama, ein bisschen Glück, ein herzzerreißendes Ende? All das und Rätsel wo man sich manchmal wirklich fragt was man sich dabei wohl gedacht haben muss findet man in diesem Spiel. 

The Liar Princess and the Blind Prince ist das dritte einer Reihe von Spielen, die ich mittlerweile NIS Indies nenne. Kleinere Projekte mit kleinen Teams, bei denen die Idee durch ein Brainstorming in NISs Reihen entstanden ist. Das erste dieser Art war htoL#NiQ: The Firefly Diary, ein Puzzle Plattformer der sehr stark auf die Benutzung des Touchscreens angewiesen war und der darauffolgende A Rose in Twilight, ein Puzzle Plattformer mit Horror-Elementen. Nun kommen wir aber zu TLPaTBP, ein Puzzle Plattformer mit einer Liebesgeschichte. Huh, vom Genre her zeichnet sich ein Bild ab.

The Liar Princess beginnt mit einem Monster, einer Wölfin, die jede Nacht auf einer Klippe sitzt und den Mond mit ihrer wundervollen Stimme besingt. Der Prinz des Landes macht sich eines Tages auf um dieser Stimme zuzuhören und applaudierte irgendwann sogar der ihm nicht sichtbaren Sängerin. Nach längerer Zeit neugierig geworden besteigt er eines Nachts den Berg auf dem die Wölfin singt, davon überzeugt die wundervolle Singstimme einmal selbst zu sehen. Erschrocken von dem plötzlich auftauchenden Menschen attackierte diese den Prinzen und verletzt dabei seine Augen. Von nun an von seiner Familie als nutzlos angesehen wird der Prinz darauf in den Turm des Schlosses gesperrt und festgehalten. Die Wölfin, von schlechtem Gewissen geplagt, sucht daraufhin den Prinzen in seinem Turm auf und lügt ihm vor eine Prinzessin aus dem Nachbarland zu sein, damit dieser ihr vertraut. Da sie selbst jedoch nur eine monströse Gestalt besitzt macht sie sich auf zur Hexe des Waldes, die ihr helfen soll. Im Austausch gegen ihre Singstimme gibt sie der Wölfin die Möglichkeit sich in eine Prinzessin zu verwandeln. In dieser Gestalt überredet sie den Prinzen mit ihr zur Hexe des Waldes zu gehen um ihm sein Augenlicht zurückzugeben. Und hier beginnt das Spiel erst richtig.

Wie schon in htoL#NiQ und A Rose in Twilight wird die Story in Bilderbuchartigen „Cutscenes“ erzählt, das Gameplay ist ein 2D Plattformer mit Puzzle-Elementen. Die Prinzessin kann jederzeit zwischen ihrer Wolf- und ihrer Menschenform wechseln. In ihrer Wolfsform kann sie Monster angreifen und ist selbst immun gegen deren Angriffe oder einem Fall aus großer Höhe. In ihrer Menschenform kann sie den Prinzen an der Hand führen und somit auch mit ihm springen. Zusätzlich kann dem Prinzen gesagt werden das er ein Stück gehen soll oder gewisse Dinge aufheben und tragen (Hauptsächlich Laternen, da die Wölfin Feuer fürchtet). Als Mensch sterben Prinz und Prinzessin beide durch einen Angriff der Monster des Waldes und zusätzlich durch einen Fall aus zu großer Höhe (bei Kanten niemals springen…), was zu einem zurücksetzen zum letzten Checkpunkt oder dem Beginn des „Levels“ führt.

Woraus bestehen nun diese Rätsel? Hauptsächlich aus physikbasiertem „wie krieg ich den Prinzen hier durch ohne das er draufgeht?“, im späteren Spielverlauf gibt es einen Teil des Waldes, in dem textbasierte Rätsel auftauchen, aber bis auf das eine das sowieso optional ist (außer man will alles sammeln…) ist keines davon eine richtige Kopfnuss.

Das wichtigere an diesem Spiel ist sowieso die Story. Wie sich die Prinzessin verändert, wie sich der Prinz ihr und den Monstern gegenüber verhält, was die Prinzessin alles durchmacht nur um ihren Fehler mit den Augen des Prinzen wieder gutzumachen. Da tut das Ende erst recht weh mit seinem bittersüßem Abschluss.
Wer sich also ein 4-5 Stunden langes, wunderschönes kleines Plattformspiel antun will, der hat mit A Rose in Twilight und eben The Liar Princess genau die richtigen Spiele gefunden.
Ich empfehle dieses Spiel an alle die kein Problem mit geduldigem Plattforming haben wenn man dafür eine wundervolle Geschichte aufgetischt bekommt. Ich bin nur einmal über ein Problem bei der Steuerung gestolpert, der mich immer wieder in einen Tod geworfen hat. Ansonsten hatte ich eine wundervolle Zeit mit dem Spiel.

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