Penny Punching Princess: Wenn man nur alles so einfach mit Geld lösen könnte…

A feminists dream.

Penny Punching Princess, nach The longest 5 Minutes der zweite Titel im Retro-8-Bit-Style den NIS auf der Switch kürzlich veröffentlicht hat, ist das Extrem des Disgaea-Charakters Hoggmeiser: Geld bestimmt die Welt. Nur nimmt Penny Punching Princess das ganze noch etwas wörtlicher als Disgaea selbst: Was wenn du alles auf der Welt mit Geld dazu bringen kannst zu tun was du willst?3P beginnt mit diesem Gedanken auch seine Story: Der alte König fiel Schuldenhaien, der Dragoloan Company zu Opfer, sein Königreich ist dadurch verfallen und mittellos. So ist es an seiner dem Kapitalismus zugeneigten Tochter, das Königreich und den Familienreichtum wieder aufzubauen. Nur mit ihren Fäusten und einem Taschenrechner bewaffnet macht sie sich auf den Weg, ihr Königreich mit Gewalt und Geld (hauptsächlich Geld) wieder aufzubauen.
In P³ ist Geld die wichtigste Ressource. Wichtiger als Leben, wichtiger als Angriff oder Verteidigung. Jeder Gegner, jede Falle, alles und jeder und sogar Bosse lassen sich bestechen und helfen danach lieber der Prinzessin als ihrem eigentlichem Auftraggeber. Doch wie kommt man an Geld, wenn man eine mittellose Prinzessin ist? Mit Schlägen, natürlich. Durch jeden Schlag lassen Gegner einige Münzen fallen, wenn ihre HP unter ein gewisses Limit fällt „breaken“ sie und mann kann sie durch Antippen des Touchscreens oder Drehen des rechten Sticks noch weiter ausbeuten.

Wie die meisten NIS-Spiele nimmt sich auch dieses nicht umbedingt ernst.

Und ja, Antippen des Touchscreens. PPP fragt einen schon anfangs ob man lieber mit Buttons (im TV Modus ein Muss…) oder mit Touch-Controls spielen will. Und schon nach kurzer Zeit merkt man dass die Touch-Controls um einiges durchdachter sind als die Benutzung der Joy-Cons. So lässt sich der Taschenrechner über Touch viel einfacher bedienen als mit Controller, wo man das Digi-Pad des linken Joy-Cons verwenden muss um über die Tasten zu scrollen. Es gibt zwar eine Automatik-funktion, die den Preis eines Gegners automatisch auswählt, aber nur wenn man noch nichts getippt hat. Im Eifer des Gefechts passiert es schon mal dass man dann eine Zahl aus Versehen angewählt hat und dann auf den ‚C‘-Button zu scrollen lässt die Konzentration abschweifen. Und sterben kann man in PennyPrincess ziemlich schnell, denn die gute Prinzessin ist halt doch nur ein Kind und tut sich etwas schwer sich im Faustkampf gegen Erwachsene zu behaupten. Schon im ersten Kapitel steigt die Kampf-schwierigkeitsstufe extrem an. Aber das ist ja Sinn und Zweck des kompletten Spiels, denn man soll sich ja den Weg eher freikaufen als freischlagen. Dafür verwendet man den schon öfter erwähnten Taschenrechner, der einem vom Gott des Kapitalismus, Zenigami, überreicht wurde.
Aber jetzt reden wir so viel über Geld und bestechen und den Taschenrechner, erklären wir das mal genauer. Der Gott des Geldes hat unserer Prinzessin einen magischen Taschenrechner überreicht, der gegen ein bisschen Akku und etwas Geld einen der nahen Gegner bestechen und somit in unseren Dienst stellen kann. Immerhin hat jeder Gegner seinen Preis. Aber nicht nur jeder Gegner. Auch jede Falle und jede verschlossene Tür. So kann man einen Gegner halb zur Besinnungslosigkeit prügeln um ihn dann mit dem damit verdientem Geld einfach in die eigene Sklaverei zu kaufen (bestechen, einem selbst zu helfen). Der letzte gekaufte Gegner kann mit einem Angriff der Prinzessin helfen, Fallen werden inaktiv und können auf Knopfdruck zu unserem Gunsten aktiviert werden und alles was bestochen wurde wandert am Ende des Levels in die Bewohnerschaft des eignen Königreichs.

Später im Spiel wird es am unteren Bildschirmrand ein ganz schönes Gewusel aus Monstern.

Diese Burg ist quasi der Hub aus dem man aufbricht, um die Dragoloan-company von ihrem kapitalistischem Trohn zu stürzen. Aber das ist nicht die einzige Funktion dieses Hubs. Nicht nur kann man hier die Skills der Prinzessin (und ihrer Tante, Isabella, die nicht bestechen kann, dafür beim kämpfen besser ist) verbessern, sondern auch, sobald man genügend Stadtbewohner „gesammelt“ hat, neue Statuen, die Skillpunkte geben und neue Ausrüstung für die Charaktere bauen. Diese Rüstungen verbessern nicht nur den Angriff und die Verteidigung, sondern auch die Menge an Geld, die man mit sich tragen kann und haben jeweils einen besonderen Extra-Skill, der mehr oder weniger nützlich ist für den Spielstil, den man für sich entwickelt. Jagt man lieber jedem Penny nach oder kauft man einfach alles sobald es geht? Je nach dem muss man mehr oder weniger Grinding betreiben. Allerdings ist es kein Grinding der langweiligen Sorte, wo man 100 mal ein paar Gegner besiegen muss um ein Stück weiter zu kommen, sondern in PPP grindet man indem man in einen zuvor abgeschlossenen Level springt, dort entweder Monster und/oder Geld sammelt und sich selbst dann einen großen Sprung nach vorne verbessern kann, um den nächsten Kampf, der bisher zu schwer war, statt mit einem D, mit einem S-Rang abschließen kann.

Hier der Taschenrechner in Aktion (die ruhigste Möglichkeit das zu zeigen. Ingame ist es eher schwer, den Taschenrechner, bribing und einen Screenshot zu machen ohne getroffen zu werden)

Penny Punching Princess ist übliche NIS-Kost: Eine simple Idee eines Spielprinzips (was, wenn man alles in einem Spiel bezahlen könnte um einem zu helfen?) ummantelt von einer wundervollen, witzigen Story ála Disgaea, außnahmsweise nicht wirklich vertonten Charakteren (alle Charaktere sprechen Gibberisch, außer dem Erzähler, den man auch aus anderen NIS-Titeln kennt), und schon ist ein Spiel geboren das man entweder komplett ablehnt oder mit dem man wochenlang Spaß haben kann.
Ich würde Penny Punching an alle empfehlen, die auf der Switch mal einen nicht umbedingt gedanklich anspruchsvollen, aber dennoch gut durchdachten und spaßigen Brawler mit einer speziellen Eigenheit spielen wollen.
PPP ist physisch und im Nintendo Eshop erhältlich.

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