White Day: A „where do i go?“ named School

https://media.playstation.com/is/image/SCEA/white-day-a-labyrinth-named-school-screen-04-ps4-us-30June2017?$MediaCarousel_Original$

White day:  a labyrinth named school, der neue Remaster auf PS4, der es von koreanischen PCs zu einem Weltweitem Mobile-Release zu einem weiterem Weltweiten Release auf PC und PS4 gebracht hat und inzwischen schon knapp 2 Monate zu haben ist…ist unser Halloween-Post. Überraschung!
White day fängt, wie viele Horrorspiele, ziemlich harmlos an. Die Nacht vor White day brechen wir Nachts in die Schule ein um unserem Schwarm ihr Tagebuch zurückzugeben und ihr Schokolade in den Schrank zu schmuggeln. Doch schnell merkt man das man nicht alleine ist. Eine Mitschülerin aus der Nebenklasse ist auch hier, weil sie etwas vergessen hat, und „zwingt“ einen gleichmal sehr freundlich ihr einen Schlüssel zu besorgen, damit sie einen nicht beim Hausmeister verpfeift. Der mag es nämlich gar nicht wenn noch Schüler mitten in der Nacht hier rumgeistern. Und damit beginnt alles den Bach runter zu gehen.
Anders als die bisherigen Veröffentlichungen spielt man White Day aus der Ego-Perspektive, was eher an einen Walking-Simulator erinnert, aber White Day schafft es mit vielen Kleinigkeiten ein rundes Spiel und vor allem Horrorerlebnis zu bieten. Ganz wie es in Korea üblich ist wimmelt es in der Schule nicht nur von 7 Wundern, sondern gleich 20 Geistergeschichten, die mit Orten, Räumen, Rätseln oder gleich der ganzen Schule zusammenhängen. Und jede einzelne ist diese Nacht danach aus dir den Hals auf die eine oder andere Weise umzudrehen. Da ist der Baseballschläger schwingende Hausmeister der durch die Schule schlurft und einem den Kopf einschlägt noch das harmloseste, wenn auch der am schwersten zu entkommende.
Die Schrecken reichen hierbei von „Whoa“ zu „Hätte ich mir denken können“. Wenn einem zum 5ten Mal ein Kopf entgegen springt während man die Kästen an der hinteren Wand der Klassenzimmer öffnet schleift sich der Schockfaktor einiger Geister dann doch schnell ab. Und einige Bosse werden schon vorangekündigt bevor sie wirklich in Szene gesetzt werden. Moment. Bosse? Naja, so ähnlich. In jedem Abschnitt des Schulgebäudes trifft man früher oder später auf einen „Bossgeist“, der einem in irgendeiner Weise ein zeitbegrenztes Rätsel serviert. Wer sich bis zu diesem Punkt gut umgeschaut hat und möglichst viele Dokumente gefunden und gelesen hat, löst diese Rätsel eher im Handumdrehen als wirklich unter Zeitdruck…aber hier kommen wir auch schon zu einem Problem das White Day hat.

https://vignette2.wikia.nocookie.net/white-day-a-labryinth-named-school/images/3/31/White_Day_Remake_-_Seong-Ah.png/revision/latest?cb=20151120125041

Die Grafik ist nicht die schönste die die PS4 je ausgespuckt hat, aber mehr als ausreichend.

Das Erforschen der Schule ist manchmal eher eine Geduldsaufgabe als wirklich interessant oder spannend. Zumeist läuft es auf diese Weise ab: Man kommt in einen Teil der Schule, mit wenigen bis kaum einem Raum begehbar. In diesen Räumen findet man meistens einen oder zwei Schlüssel für einen weiteren Raum, oder man stolpert in einen der anderen Charaktere, die noch mit einem in der Schule gefangen sind. Seong-Ah, So-young und Ji-hyeon sind die drei mit denen man vor allem Anfangs am häufigsten zusammenstößt. Hier spielt sich dann ein Dialog mit Optionen aus, die das Vertrauen/Misstrauen in einen stärken können, dann bekommt man Zugang zu neuen Orten und muss sich durch die restlichen durchknobeln, wobei nicht immer zu 100% klar ist wo man als nächstes hin muss. Im Hauptgebäude 2 bin ich eine knappe Stunde auf und ab gelaufen, was noch länger als notwendig gedauert hat da der Hausmeister oft in mich reingestolpert ist während ich in einer Sackgasse gefangen war, bis ich endlich den Code für das Direktoren-büro rausgekriegt habe und im Spiel vorankam. Und wenn man jedes Kasterl 3mal aufgemacht hat und Dinge gefunden hat für die man noch nicht einmal Verwendung hat weil noch Teile davon fehlen oder man backtracken muss um ein Rätsel in einem anderen Teil der Schule zu lösen und immer noch nicht rausgefunden hat wie man draufkommt den Code zu kriegen, obwohl es sogar klipp und klar auf einem Zettel den man gefunden hat draufsteht, dann frustriert die „offene“ Erzählweise des Spiels manchmal doch sehr.

https://gamingcentral.in/wp-content/uploads/2017/06/White-Day-A-Labyrinth-Named-School-4.jpg

Die simplen Dialogoptionen lassen die Charaktere anders auf einen reagieren und sind sogar teilweise dafür zuständig welches der 8 endings man erreicht.

Und ja, offene Erzählweise. Wie viel man die Geistergeschichten der Schule mitkriegt hängt zu 80% vom eigenen Interesse ab. Vielleicht findet man einen Zettel mit einem Tipp was man machen müsste, aber die dazugehörigen Gegenstände sind in einem anderen Teil der Schule? Man muss nicht zurückkommen um das Rätsel zu lösen. Aber man kann. Und für jemanden wie mich war es relativ frustierend erstmal nicht mehr vom Neubau ins Hauptgebäude 2 zurück zu kommen, weil man dort die letzten Teile einiger dieser Rätsel findet. Stattdessen loopt der Verbindungsgang und ein Lied wird immer lauter und lauter. Was passiert wenn man hier zu lange im Kreis rennt habe ich noch nicht ausprobiert. Ich weiß aber auch nicht ob ich das will. Laut dem Lied würde mir der Kopf abgeschnitten.
Vieles vom Horror in White Day ist subtil. Paranoia ist etwas womit das Spiel einen ködert und immer etwas schwitzen lässt, ob denn jetzt etwas neues kommt oder vielleicht doch nicht. Die Anatomiefigur stand doch vorher noch in dem Raum. Wo ist sie denn jetzt hin? Ist die im Biologielabor eine andere oder die selbe? Und wieso ist die jetzt im Labor im dritten Stock und nicht mehr in Biologielabor? Wird sie mich angreifen wenn ich ihr zu lange den Rücken zudrehe? Oder passiert einfach gar nichts und das Spiel will nur meine Nerven aufreiben bis AH! Jumpscare.
In den beiden einfacheren Schwierigkeitsgraden kann man die Bedrohung durch eine Augenanzeige leichter sehen, aber da das Spiel von Normal aufwärts bis auf die bekannten roten Schmierer aus FPS wenn man Schaden kriegt kein HUD besitzt und nichtmal Spieltipps per SMS vergibt fühlt man sich ganz alleine in seiner Suche nach einem Ausgang und der Antwort nach dem was hier eigentlich vor sich geht.

Außerdem hat White Day DLCs. Für alle die in Schwimmklamotten durch eine verfluchte Schule laufen wollen, und von einem Stammesoberhaupt den Kopf eingeschlagen kriegen wollen. (Als Beispiel)

Alles in allem ist White Day ein Spiel das man Fans von Horrorspielen gerne ans Herz legen kann, allerdings sollte man eine ordentliche Portion Geduld mitbringen, wenn man mal wieder im Klo festsitzt weil der Hausmeister meint er muss noch dreimal in die Toilette schauen ob der Typ dem er grad den Kopf einschlagen wollte nicht doch hier reingelaufen ist und dumm genug um sich zu verraten.

PS: Wenn man das Spiel wirklich durchspielen will sollte man sich darauf einstellen das Spiel … 8 Endings x 5 Schwierigkeitsgrade … mindestens 40 Mal durchspielen muss. Also, viel Spaß damit, denk ich mal.

Advertisements

Kommentare hier lassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s