Retrospective by MMandrakeP #1 – Der Papa des Wahnsinns: Eternal Darkness.

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Schauen wir uns heute mal ein Spiel des „neuen“ Retros an. Immerhin ist die „neue“ Generation nicht mehr mit NES oder SNES aufgewachsen, sondern zumeist mit PS2, Gamecube, XBOX und solchen Konsolen.  Also auf in die Tiefen des Wahnsinns mit Eternal Darkness: Sanitys Requiem.
Viele werden den Gamecube-exclusiven Titel selbst nie gespielt haben, aber doch von seinen Inspirationen gehört oder sogar miterlebt haben. Ganz besonders das Sanity-Meter oder eine Abwandlung davon ist in sehr vielen modernen Spielen vorhanden, auch wenn sie sich meistens im Indie-Bereich bewegen. Große Namen darunter sind z.B. Amnesia: The Dark Descend, Don’t Starve, Darkest Dungeon, Yandere Simulator und We happy few, aber auch WoW hat einen Bosskampf mit einer Sanity-Meter Mechanik.
Aber sprechen wir nun lieber direkt über das Spiel. Eternal Darkness findet mehr oder weniger in der nahen Vergangenheit statt, 2000 nach Christus, als der Großvater von Alex, unserer Hauptcharakterin, tot aufgefunden wird. Nachdem der zuständige Detektiv die gute ein bisschen verhöhnt, schwört sie sich herauszufinden wieso ihr Großvater sterben musste und wie das passieren konnte.

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Das Spiel ist verflucht dunkel wenn man die Helligkeit nicht raufstellt…

So findet man sich in der Haupthalle des Herrenhauses wieder, das dieser Großvater bewohnt hatte, und vermutlich nicht nur unabsichtlich kommen Erinnerungen an Resident Evil hoch, wenn man sich diese Eingangshalle ansieht. Nur ohne Zombies die durch das Gebäude streifen. Oder?
Auch vom Erforschen des Herrenhauses erinnert Eternal Darkness etwas an Resident Evil. Man findet in einem Raum etwas wodurch man bei einem anderen ein Rätsel lösen kann, wodurch man mehr Story findet und ein weiteres Item mit dem man ein anderes Rätsel lösen kann, etc. etc. Für die ersten Minuten, während man durch das Gebäude irrt und sich mit den erforschbaren Räumen vertraut macht ist nur die Steuerung merklich anders als die RESI-Serie, immerhin läuft Alex nicht mit Tank-Controls durch die Gegend, sondern in die Richtung in die die Kamera zeigt. Diese spinnt dabei gerne mal rum und so muss man um zurück zu kommen oftmals in die Kamera reinlaufen, was aber sicherlich für mildere Jumpscares sorgen soll.
Bald, gerade lang genug später um sich an die Steuerung zu gewöhnen, findet man das „Tome of Eternal Darkness“ und damit den zweiten großen Part des Spiels. Über das Buch kann Alex in die Hintergrundgeschichte ihrer Familie eintauchen und damit auch dem Rätsel des Todes ihres Großvaters näher kommen. Diese Hintergrundgeschichte wird durch Kapitel erlebt, die Alex im Haus verstreut finden muss. Wenn man mal ein Kapitel hat muss man dieses quasi erst spielen bevor man fortfahren kann.

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Da liegt es, das unheilige Buch.

Durch diese Kapitel werden auch langsam die anderen Fähigkeiten ferigeschalten, die das Tome einem jedem „würdigen“ Leser lehren kann. Die interessanteste dieser Fähigkeiten ist das Wirken von Magie,  in dem man langsam in vergangenen Zeiten Runen findet, die sich dann unter den verschiedenen Ausrichtungen kombinieren lassen. Es gibt 14 verschiedene Zauber, die man im Laufe des Spiels finden kann/muss, um weiter zu kommen oder um sich für die Kämpfe im Spiel vorzubereiten.
Und während diesen Kämpfen kommt die Sanity ins Spiel. Jeder Gegner entzieht dem momentan gespieltem Charakter Sanity (ähnlich wie in Amnesia), und wenn diese leer ist entzieht der Gegner Leben. Natürlich greifen Monster auch an, um direkt Schaden auf die Lebensleiste zu machen, aber diesen Angriffen kann man zumeist einfach ausweichen, da die Gegner sich sehr träge bewegen.

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Die häufigsten Gegner sind hierbei diese Skelette.

Aber zurück zur Sanity. Diese Leiste leert sich je nach „Schwierigkeitsgrad“ schneller oder langsamer („Schwierigkeitsgrad“ weil es eigentlich nur bedeutet dass Gegner entweder stärker sind, spezialfähigkeiten haben oder die Sanity schneller ziehen) und ist für die interessantesten Effekte des Spiels zuständig. Hierbei gibt es Effekte die man gleich sieht, wie das Schiefstellen der Kamera bei zunehmender Leere der Sanity-Leiste, aber manche Effekte wird man vielleicht niemals in einem einzelnen Durchlauf antreffen. Und auch hier gibt es Effekte die mit der Welt selbst zu tun haben wie Halluzinationen oder Geräusche die es nicht gibt, aber auch welche die einem selbst als Spieler das Gefühl geben langsam wahnsinnig zu werden. Immerhin war man sich doch ganz sicher speichern gedrückt zu haben. Wieso löscht er dann jetzt den Speicherstand?

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Beim wirken eines Zaubers muss man stillstehen, sonst verschwinden die Runen wieder.

Ich persönlich bin kein richtig schreckhafter Mensch, aber Eternal Darkness hat doch den einen oder anderen Moment gehabt wo mir auch mulmig wurde. Auf der anderen Seite gab es aber auch Momente wo man sich dachte „So…jetzt habe ich das hier gekriegt. Und jetzt?“ und dann quasi alles nocheinmal abgelaufen ist um den einen Raum zu finden in dem man jetzt weiterkommen kann weil man etwas übersehen hat. Und vor allem die Sanity-Effekte waren spannend, selbst wenn man wusste, dass das jetzt nur ein Sanity-effekt sein konnte, war man sich doch manchmal nicht ganz sicher. Alles in allem sieht man wieso so viele Spiele Inspiration aus Eternal Darkness gezogen haben und auch wenn es nicht das erste Spiel war, das diese Effekte hatte, so  war es wohl doch das Einflussreichste. Aufgrund des wirren Spielverlaufs und dem absolut nicht vorhandenen Händchenhalten ist es kein Spiel das man jedem empfehlen würde, aber wer gerne für sich selbst denkt, experimentiert, einen Gamecube zuhause hat und einem alten Horrorspiel nicht abgeneigt ist, dem kann man Eternal Darkness gerne ans Herz legen.

 

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