MGS5 – Der Hype ders nicht wert ist ders aber wert ist.

Sad Big Boss is sad. Why? Weil MGS5 das gleichzeitig dümmste (von vielen einfach vergewaltigte) wie genialste (hurra, ein Post mit Spoilern) und letzte Spiel der Main-Reihe von MGS ist. Danach kanns nichts geben, die Serie ist vorbei. (es gibt also tatsächlich Videospielserien die tatsächlich enden)

Ich möchte dieses Review in mehrere Teile gliedern, die ich hier weder erklären noch weiter erläutern will, das kommt wie es passiert und wers nicht so haben will hat Pech gehabt.

Plot:

Der Plot ist wie man eigentlich inzwischen wissen sollte zwischen den Spielen Ground Zeroes und Metal Gear für den NES angesiedelt. Damit haben wir eine Timeline die ungefähr so aussehen würde:

  1. MGS3 : Snake Eater
  2. MGS Portable Ops
  3. MGS Peace Walker
  4. MGS Ground Zeroes
  5. MGS5 : The Phantom Pain
  6. Metal Gear
  7. Metal Gear 2
  8. MGS1: The Twin Snakes (ja, ich benutze den Beinamen des Remakes)
  9. MGS2: The Sons of Liberty
  10. MGS4: The Guns of the Patriots

Inwiefern ist das wichtig? Dazu kommen wir später. Erstmal warne ich vor eingestreuten Spoilern die sowieso zu diesem Zeitpunkt doch sowieso jeder kennt, also: !!!SPOILERWARNUNG IST OBVIOUS WEIL SPOILER UND MGS PLOTLINE!!! Wer also noch nie irgendein MGS Spiel gespielt hat wird keinen Plan von irgendwas haben.

Als allererstes: Viele Leute waren enttäuscht von der MGS5 Storyline, was ich beim bloßen Durchspielen auch verstehe, weil der Plot in Form der Videosequenzen auf der Höhe von MGS Peace Walker ist: Vage Sprachnachrichten von Miller nach Abschluss einer Mission und noch vagere Zwischensequenzen die nicht viel erklären. Wenn man die anderen Spiele mit den ewigen Codecgesprächen (die komplett weg sind) und teilweise 45-minütige Videosequenzen gewohnt ist, ist das sehr enttäuschend. Oder? Nicht wirklich. Die Codec-Gespräche wurden durch die Tapes ersetzt.

Oh nein, wie langweilig, dasitzen und Leuten bei Gesprächen zuhören. Naja. Genau. Nein, und ja. Man kann die Tapes jederzeit, also auch während den langen Laufzeiten in der offenen Welt anhören und wenn man jedes Fitzelchen der Story aufdeckt kommt man drauf dass Kojima auch in diesem Teil eine unendlich verwirrende Story geschrieben hat, die allerdings das Metal Gear-Franchise zu einem Ende bringt. Die Story hat den Kreis endlich geschlossen und alle Storyelemente die bisher reine Fragezeichen waren, ergeben plötzlich Sinn. Natürlich nur wenn man die Story der anderen Teile auch gut kennt und weiß was wie zusammenhängt. Und da man alle Sprecher (außer Keither Sutherland, der allerdings eh nicht viel zu sagen hat) gut kennt, ist es sogar definitv teilweise interessanter die Story auf dieser Weise zu verfolgen als sich irgendwo hinzusetzen und zu warten dass Quiet (zu ihr komme ich noch später) alle Leute umgebracht hat.

Der große Plottwist:

Jeder Metal Gear Solid Fan der das Franchise kennt und die Tapes mitverfolgt hat nach den ersten paar Stunden schon raus wie der Hase läuft und spätestens wenn Mammal Pod sagt dass man wohl nicht Jack ist ist einem klar was der „große“ Plottwist ist…und dennoch waren alle überrascht zu erfahren dass Big Boss „Punished Snake“ nicht Big Boss „Naked Snake“ ist. Also nicht nur vom Codenamen, sondern von der ganzen Person. Noch dazu waren alle angepisst so verarscht worden zu sein. Aber, liebe Metal Gear Fans (und damit meine ich alle die eine Ahnung haben), erinnert euch an den Moment in dem in Metal Gear Big Boss gekillt wurde und Big Boss die Operation geleitet hat, Big Boss aber definitiv noch am Leben ist. Wie ist das möglich? Und wessen Körper ist es der in MGS4 verbrannt wird, weil er bis zu diesem Moment immer noch für Big Boss gehalten wird? Punished Snake „Ahab“ Big Boss. Während Naked Snake „Jack“ Big Boss weiter am wahren Outer Heaven gearbeitet hat. Aber das ist eine Geschichte für ein anderes Spiel.

 

 

Gameplay:

Hier bin ich leider etwas enttäuscht. Obwohl die Wurzeln des MG-Franchises in Stealth und leisem Vorgehen liegen wird tödliches Vorgehen von der Community eher verwendet, obwohl man sagen muss dass man für leises Vorgehen Punkteboni bekommt. Allerdings auch für Kopfschüsse, also … joah.

Außerdem hat man im Forschungsbaum Zillionen an tödlichen Waffen wohingegen Stun- oder Betäubungswaffen (ich rede von STN und ZZZ Munition) Mangelware sind und vielleicht einmal oder zweimal pro Waffentyp vorkommen. Ich meine gut, MGS hatte nie viele Waffentypen die betäuben, aber es brauchte nicht bis zur Hälfte des Spiels um mehr als nur die Betäubungspistole zu haben. Oder zumindest ausreichend Munition und Schalldämpfer. Die Betäubungspistole hat selbst mit ausreichendem ausnutzen des Betäubens durch Werfen nie ausgereicht um eine kleinere Basis zu infiltrieren. (Außenposten mit ihren 3-4 Leuten waren da weniger ein Problem)

Ansonsten muss ich sagen hat man das Steuerungsschema von MGS4 noch weiter gefeilt und verbessert und es lässt sich flüssig spielen. Nur eines frage ich mich: Wieso ist der eine Unterschied im Steuerungsschema zwischen PS3 und PS4 dass die Funktion der Schultertasten umgedreht wurde? Da ist L1 auf einmal L2 und umgekehrt und das selbe für die rechten Schultertasten. Das ergibt einfach keinen Sinn.

Und MGO? Fangen wir gar nicht erst damit an. Ich muss sagen ich kann da nicht aus Erfahrung sprechen, aber wenn man sich manche gameplayvideos ansieht hat das wenig mit Metal gear und mehr mit einem 3rd Person CoD zu tun. Und CoD, wie wir alle wissen, ist absoluter Schrott.

Quiet:

Oh ja, Quiet. Der seit kurzem wichtigste weibliche Charakter ever im ganzen Metal Gear Franchise. Was sie, wenn man genau aufpasst eigentlich gar nicht ist. Nicht nur ist sie fast komplett optional in der ganzen Story (ich selbst hatte sie bis zum Anfang des zweiten Chapters nicht mal weil ihre Mission erstmal komplett optional und storyunabhängig ist und ich die erst machen wollte wenn ich eine Betäubungssniper habe (inzwischen ist mir bewusst das man die Mission auch ganz anders machen kann, aber zu dem Zeitpunkt nicht) und deswegen weiß ich dass man Quiet bis man den alten Code Talker gerettet hat nicht braucht um neue Storymissionen zu erhalten. Sie ist in genau 2 Storysequenzen wirklich vorhanden und ansonsten auch nicht wichtig. Aber, achja. Der erste weibliche Charakter in Metal Gear der wichtig für die Story ist. So sehr der Erste dass sie als DLC die Klamotten von EVA und The Boss aus MG3 kriegt! Quiet ist weniger Storyrelevant als die weiblichen Charaktere in MGS Portable Ops (ja, auch da konnte konnte man weibliche Charaktere auf die Mother Base nehmen und sogar spielen, so viel zum Thema erstes MGS in dem man weibliche Charaktere spielen kann) und sogar Portable Ops ist ein Spiel der Hauptstory. Fazit Quiet:  Ein raging Boner / 10

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