PRe:View: SAO Staffel 3 – Alicization Arc. Was kann uns die Novel jetzt schon sagen?

Als avider Leser der Novel (seit sie bei Yenpress ja regelmäßig erscheint und bei Tokyopop so gar nicht </obligatorischer wiederholter Seitenhieb>)  war man mitten im  Alicization Arc, als die Meldung ankam dass dieser Arc auch einen Anime bekommt. So lässt man seine Gedanken über die bisherigen Geschehnisse des Arcs Revue passieren und denkt sich „Nachdem Kirito ja bisher auch schon immer als der meisterhafte Held der Helden umgeschrieben wurde, wie würde sich der Anime hier ändern? Und lässt sich dieser Arc wieder auf 12 Folgen runterbrechen?“
Darum soll es in diesem Post gehen. Und eine Warnung noch vornweg: Spoilerfrei ist dieses Gebiet nicht!
Nachdem dieser Arc in den Novels viel tiefer beschrieben wurde als alle anderen bisher (die restlichen Arcs wurden in je 2 Novels abgehandelt, der Alicization Arc in ganzen 10) kann man sich zusätzlich natürlich mehr Gedanken über die Geschehnisse machen als in den bisherigen, denn dort war es ja recht einfach unwichtige Details wegzulassen und Kirito in den Mittelpunkt zu stellen. Doch nun ist die komplette Reise Kiritos in der Underworld wirklich detailliert, ohne Zeitsprünge und Unregelmäßigkeiten niedergelegt. Somit dürfte man doch davon ausgehen, dass der Anime eine 1:1 Adaption wird? Ich bezweifle das, aber wir werden sehen.

Beginnen wir also dort wo der letzte Arc uns stehen gelassen hat. Eine ganze Weile nach den letzten Abenteuern in ALO hat Kirito ein Praktikum bei einer Firma angenommen, die zu diesem Zeitpunkt erst noch unerwähnt bleibt. Dadurch verschwindet er das eine oder andere Mal für eine Woche, aber hey, wenigstens hat er sich einen Herzschlagsensor implantiert der Asuna seinen Puls per Internetverbindung schicken kann. Wie romantisch.
Doch lange bleibt es nicht idyllisch. Ein Anhänger von Death Gun (und damit auch ehemaliges Laughing Coffin-Mitglied) überfällt Kirito eines schönen Abends und spritzt ihm das selbe Mittel, das Death Gun selbst auch verwendete. Worauf er von den Rettungsleuten gerade noch rechtzeitig gefunden wurde und weggefahren.
Doch was ist los? Asuna wird nicht zu ihrem Herzallerliebsten vorgelassen, und bei etwas genauerer Spionage ist er nichtmal mehr im Krankenhaus? Was geht hier schon wieder vor sich?

Das Kontrollzentrum von Rath. Im Hintergrund: Ein Bild der Hauptstadt der Underworld: Centoria.

Fassen wir also kurz die Geschehnisse der „Real World“ über die nächsten Bücher zusammen bevor wir uns auf die wirklich interessante Story stürzen: Die Underworld.
Asuna macht Kiritos Aufenthaltsort auf einer schwimmenden Insel im Ozean ausfindig, schummelt sich mit einer alten Bekannten in den Komplex und findet Kirito im Koma vorliegend, wo sein Gehirn mit Hilfe der Maschine an die er angeschlossen ist von dem Hirnschaden den das Gift ausgelöst hat versucht zu regenerieren.
Währenddessen erfährt Asuna über Raths Pläne mithilfe von Fluctlights (die „geklonte Seele“ eines jungen Kindes das in der Underworld simuliert aufwächst) und dem STL eine Bottom-up KI, sprich eine wahrhaft selbstständig agierende und selbst denkende KI zu erschaffen (natürlich für unbemannte Drohnen, die in Kriegsgebieten eingesetzt werden sollen), wofür sie quasi eine ganze Welt (basierend auf dem SAO-Seed … natürlich) simuliert haben, bis dort selbstständig eine Sozialstruktur vergleichbar mit unserem Mittelalter entstanden ist. Zu diesem Zeitpunkt springen wir in Kiritos Schuhen mitten in die Geschehnisse der Underworld, in der für seinen Geist mehrere Jahre in den folgenden Büchern ablaufen.

Kirito erwacht nach dem Angriff auf ihn in eben dieser Underworld, nahe eines Dorfes, das ihm auf unerklärliche Weise bekannt vorkommt, auch wenn er sich nicht vorstellen kann wieso. Dort lernt er Eugeo kennen, mit dem er im folgenden seine Reise durch die Underworld antreten wird. Ganz typisch bricht er die bekannten Konventionen, findet mit Eugeo nach dem Kampf gegen ein paar für seinen Geschmack etwas zu realistischen Goblins ein richtig cooles Schwert, mit dem er Eugeos „Lebensaufgabe“, einen riesigen Baum auf einer Lichtung zu fällen, statt in Jahrhunderten in ein paar Wochen erledigt. Somit sind die beiden frei sich eine neue Lebensaufgabe zu suchen und beschließen Schwertkämpfer zu werden, um Eugeos Kindheitsfreundin Alice zu retten, die von der höchsten Instanz dieser Welt, der Kirche, entführt wurde.
Somit sind die langweiligen Teile des Arcs vorbei (auch wenn sich diese trotzdem über knappe 2 Bücher ziehen). Vermutlich werden diese im Anime ähnlich gekürzt wie ich das hier gerade eben gemacht habe, ich kann mir nicht vorstellen dass sie wirklich 4-5 Folgen des Animes nur dafür verwenden werden zu zeigen wie sich Kirito in das Leben in der Underworld anpasst (etwas, was in STL-Zeit 2-3 Monate dauert) und alles über das Leben, Mystische Arte und die 17 Regeln die jeder Bewohner der Underworld befolgen muss lernt. Und eine ganze Folge den Baum mit einer Axt schlagen. Das wäre aufregend, richtig?
Aber zurück zur Story. Eugeo und Kirito machen sich auf den Weg zur nächsten größeren Stadt, um in einem Wettbewerb zwei Plätze für die Ritterakademie Centorias zu gewinnen. Auf dem Weg dorthin lernt Kirito, dass die Sword Arts aus SAO immer noch funktionieren und lehrt diese auch Eugeo, woraus sie ihren eigenen „Sword Style“ entwickeln und mit diesem natürlich auch den Sieg erringen. So weit, so vorraussehbar.
Wobei … ich lasse hier vollkommen aus dass Kirito seine hübschen Probleme damit hat nicht gegen Computergenerierte Leute, nicht gegen „Aincrad“-Spieler zu kämpfen, sondern gegen „Menschen“, deren Kultur Kampfstile entwickelt hat die komplett anders sind als die in Aincrad verwendeten „Sword Arts“ und ein Schnitt in dieser Welt nicht hübsche Pixelstürme auslöst sondern richtiges Blut fließen lässt. Der STL simuliert immerhin eine echte Welt mit richtigen Menschen.

Kirito, Alice und Eugeo als Kinder. Diesen Part der Underworld hat Kirito in seinem Praktikum „gespielt“, aber die Erinnerungen daran wurden aus seinem Fluctlight gelöscht als er wieder disconnected wurde.

Nach dem Sieg haben Kirito und Eugeo also die Freigabe in Centoria mit all den Adligen die seit jeher dort leben und zur Schule gehen die Ritterschule zu besuchen. Es sei erwähnt dass diese Reise für Kirito und Eugeo alleine von dem Punkt in dem er in die Underworld „eingetaucht“ ist bis jetzt relative 2 Jahre gebraucht hat. In der wahren Welt sind in der selben Zeit keine 3 Tage vergangen.
Hier in der Ritterschule beginnt zum ersten Mal richtiges Drama, da Kirito und Eugeo keine Adligen sind und sich dennoch in der Sozialstruktur der Ritterschule als ausgewählte „Knappen“ und später sogar zu „Disciples“ hocharbeiten, um im Endturnier dann dazu erwählt zu werden von der Kirche einberufen zu werden.

Ab hier geht dann alles schief und vermutlich ist das auch spätestens der Punkt an dem der Anime anfängt abzuweichen. Denn dadurch dass sich die Adligen ganz am Rand des Codex (die 17 Regeln die ich vorher erwähnt hatte) halten, entführen sie die Mädchen, die Kirito und Eugeo als Knappen unterstellt waren und verschnüren sie zu hübschen nackten Paketen auf ihren Betten, nur um Kirito und Eugeo, die ja durch die Codex-Regeln hilflos sind (es war eine ausgefinkelte Falle, durch die die beiden Adligen die freie Wahl einer Bestrafung über die beiden Mädchen haben) dabei zusehen zu lassen wie sie ihre Knappen genüsslich vergewaltigen.
Kirito setzt sich (natürlich) und Eugeo (überraschenderweise) gegen den Kodex durch und töten diese beiden mit viel Blutspritzen und Geschrei, immerhin sind sie zwar Giftschlangen, waren aber dennoch wehrlos. Und jemandem die Hände abzuhacken und ihn dann ausbluten zu lassen ist trotz allem etwas heftig. Aber der Anime wirds schon hinkriegen den blutverschmierten Kirito der Novel in einen strahlenden Helden mit Harem zu verwandeln.
Kirito und Eugeo werden von der Akademie verbannt, weil sie zwei der Adligen getötet haben als erstes und gegen den Kodex verstoßen haben als zweites. So werden sie von einem der Integritätsritter in die Kathedrale verschleppt, aus der sie ausbrechen und nach einer kurzen Flucht auf Cardinal treffen (Das Kardinalsystem aus SAO. Es lebt immer noch), das den beiden eine neue Aufgabe gibt und eine Möglichkeit Alice zu retten.
So machen sich die beiden auf den Weg den Turm hoch, bekämpfen den einen oder anderen Intregritätsritter (unter anderem 2 kleine psychisch gestörte Mädchen, die sich in ihrer Kindheit so oft gegenseitig umgebracht haben dass sie Vollprofis geworden sind) und treffen auf der 80ten Etage (von ca 100) auf Alice Synthesis Thirty, worauf die Novel so weit wie sie bisher auf Englisch bei Yenpress erschienen ist kurz darauf endet.

Alice als Alice Synthesis Thirty. Spieler von Hollow Realization dürften sie schon kennen.

Nachdem ich jetzt einen groben spoilerhaften Überblick über diesen Storyarc bis ungefähr zur Mitte gegeben habe, fragt euch mal selbst wie es der Anime schaffen will Kirito wieder in den allwissenden, immer perfekten Haremmeister zu machen, den der Anime so verzweifelt machen will.

Der Gute hat keine Ahnung wo er ist, schafft es gerade so blutend und halbtot seinen neuen Freund vor Goblins zu beschützen (auch wenn er im Dorf nen kleinen Harem aufbaut mit der Schwester der Kirche…), kommt dann zwar auf die eine oder andere Trickserei mit dem neuen Schwert drauf, aber selbst dann hampelt er sich in den knapp zweieinhalb Jahren die er in der Underworld aus seiner Perspektive verbringt mehr schlecht als Recht durch die Riegen der Welt. Es ist nun mal kein MMO mehr (Oder wie es Ordinal Scale sehen will, eine AR-Welt in der alle anderen Menschen anscheinend nicht mehr vorhanden sind wenn man sich einklinkt) sondern der STL simuliert eine Welt die ist wie das wahre Leben (+ ein bisschen Magie dazu), inklusive blutige Auseinandersetzungen, richtigem Schmerz und einem großteils wirklich hilflosem Kirito, der noch dazu dann einfach kaltblütig zwei Leute umbringt. Ich bin neugierig wie die Animeschreiber diese Story wieder in eine glorreiche Heldengeschichte für Kirito umschreiben will und wie sie Asuna wieder zu einem Dummchen runtersetzen wollen, nachdem sie in der Novel so viel Hinterlist beweist und dermaßen viel erreicht.
Wir werden es spätestens zum Release von Arc Alicization merken. Alles andere bis dahin ist nur Spekulation.

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