SAO Lost Song: Irgendwie will es ein MMO sein, aber nicht ganz ohne Schwächen

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Sicherlich werden viele Fans von Sword Art Online sich schon total auf Lost Song gefreut haben…aber mit dem Nachgeschmack den Hollow Fragments Übersetzung und eigentlich langweiliges und repetives Gameplay hinterlassen haben sind vielleicht noch viele sehr vorsichtig ob sie sich das Spiel wirklich holen sollten. Verzagt nicht Fans und Leser, denn hier kommt die ehrlich subjektive Meinung wie gut und/oder schlecht das Spiel wirklich ist.

Erster Blick:

Der erste Blick aufs Spiel verrät: Oh, wir sind noch in der alternativen Hollow Fragment Storyline. Ihr wisst doch, die wo Aincrad wirklich 100 Floors hatte und nicht 75, Philia und Strea (eine eine echte Person, eine nicht) existieren und Kiritos Harem nur noch größer ist und die komplette Storyline aus dem ALO-Arc absolut nie passiert ist? Genau. Diese Timeline.
Was kann man noch fast sofort über das Spiel sagen? Naja…die plötzlichen Events und Kapitelsprünge ergeben null bis kaum Sinn. „Hmm…alle Missionsmarker in der Hauptstadt abgegrast? Vielleicht muss ich Nebenquests machen? Neeeein, plötzlich Kapitelsprung weil ich in das Teleportgate gelaufen bin…und ein Event in der Stadt selbst getriggert hatte? Und ein anderes Mal muss ich erstmal Nebenquests machen damit neue Events in der Stadt getriggert werden? Ohne einen Indikator auf was auch immer?“ So ungefähr bewegt sich die Story in diesem Spiel. Wobei wir auch schon am nächsten Punkt wären…

Story:

Da wir uns in der alternativen Timeline befinden wurde ALO auf welche Weise auch immer abgeschlossen und alle unsere „Freunde“ kommen total happy in das Spiel als ein großes Update in ALO passierte. SVartheim Online. Dazu kamen wohl auch die Dual-wielding Fähigkeiten Kiritos, weil obwohl es in der Story von Anime und Novel oft gesagt wird, dass Dual-wielding nicht existiert…hat Kirito es trotzdem. Vielleicht haben sie auch nur Animationen recyclet, wer weiß das schon. (Übrigens ist Kirito der einzige Charakter der Dual-wielding besitzt. Kein anderer Spriggan in-game hat die Option)
Aber das ist ja eine andere Geschichte und Timeline, dementsprechend lass ich das einfach mal so stehen. Weiter im Text: SVartheim Online ist ein Update dass aus über Teleportgates erreichbare schwebenden Inseln besteht die man einzeln „erobern“ oder abschließen muss. Kommt einem bekannt vor? Ein Floor den man komplett erkunden und den letzten Boss besiegen muss um zum nächsten Stockwerk zu kommen? Willkommen in Sword Heim Online.


Positiv ist das erste mal dass man Kirito einfach eiskalt aus der aktiven Party werfen kann oder sich einen eigenen Charakter erstellen (die Auswahlmöglichkeiten sind leider nicht so mächtig wie in Re:Hollow Fragment) kann und nicht andauernd als Kirito angesprochen wird, sondern jeder Charakter auf jeden Charakter mit ensprechenden Lines reagiert. Das hat aber wenig mit der Story zu tun, worauf ich hinauswollte ist, dass die Story immer mit allen Charakteren präsent voranschreitet, egal wie die Party zusammengestellt ist.

Alle Charaktereinstellungsmöglichkeiten auf die höchste Einstellung. Naja...

Alle Charaktereinstellungsmöglichkeiten auf die höchste Einstellung. Naja…

Das SAO-Fandom wurde allerdings nicht genommen, daher kommt so ziemlich jeder weibliche Charakter der in ALO irgendwann präsent war quasi im ersten Floor noch in die eigene Party. (Darunter auch Zekken und die beiden weiblichen Anführer der ALO-Clans) Damit sind eigentlich nur Kirito, Agil und Klein männlich in dem ganzen Getümmel der sich um Kirito dreht.

Nur mal alle Charaktere die man nach Ende von Chapter 1 in der Party hat.

Nur mal alle Charaktere die man nach Ende von Chapter 1 in der Party hat.

Spielbarkeit:

Wie definiere ich Spielbarkeit? Am Vergleich mit Hollow Fragment muss man fast sagen „Alles was besser ist als das kann kein Kopfweh verursachen“ und irgendwie stimmt das sogar. Dafür bringen einen andere Details dazu sich schmerzhaft den Kopf zu halten.
Die Übersetzung…ist einigermaßen gut. Definitv lesbar wenn man noch dazu bedenkt dass das Spiel deutsche Untertitel hat. (Japanische Sprachausgabe…aber was solls, wir mögen die Stimmen doch alle)

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Das Spielsystem an sich…hat leider diverse Fehler. Ich kann leider nur für die PS4-Version sprechen, aber das ist denke ich auch gut genug.
Das Fliegen an sich (was ja der Selling Point von ALO ist) funktioniert überraschend gut. Bis man das erste Mal versucht einen fliegenden Gegner während man selbst fliegt zu besiegen. Solange man keinen Gegner anvisiert platziert das Spiel die Kamera immer hinter einem, egal wie man fliegt. Aber sobald man im Kampf ist…und einen Gegener anvisieren will, dreht sich die Kamera immer in Richtung des Gegners, was bedeutet dass man wenn man im Flug ausweichen will oft in einen blinden Fleck, nämlich in die Kamera ausweicht, weil sie zu stark an einem klebt. Am Boden oder in Dungeons weniger ein Problem, aber im Freiflug auf der großen Außenmap sehr wohl. Noch dazu da Gegner nie einzeln oder zu zweit, sondern in Schwärmen auftreten dort draußen. Nur gut dass die Begleiter unendlich Items besitzen und einen immer wieder respawnen können, wenn man mal wieder von Gegnern umzingelt wird weil man rückwärts vor einem Angriff in eine Wand aus ihnen ausgewichen ist. Framedroprate inklusive.

Suprise Buttattack. Sehen kommen konnte man die nicht.

Suprise Buttattack. Sehen kommen konnte man die nicht.

Ansonsten macht das Fliegen aber sehr wohl Spaß.

Ansonsten macht das Fliegen aber sehr wohl Spaß.

Ab einer gewissen Höhe aber ist nichts mehr mit "Wuiiii~"

Ab einer gewissen Höhe aber ist nichts mehr mit „Wuiiii~“

Ansonsten fühlt sich SAO: Lost Song wie ein MMO mit Einschränkungen an. Vor allem wenn man offline spielt oder mal länger erkunden will levelt man so schnell dass man Skills kriegt ohne Ende würde man die neuen gerne mal testen, aber leider kann man Skills und equip nur in der Stadt wechseln. Was zumindest beim Equip Sinn ergibt weil man es erst von ??? 1-Hand-Schwert oder dergleichen in eine brauchbare Waffe analysieren lassen muss. Aber wieso man Skills nur in der Stadt ändern kann ist mir ein Rätsel. Mit 6 Magie + 6 Waffenskills ist man vor allem bei der Magie stark eingeschränkt, weil die meisten Rassen deutlich mehr beherrschen. Magie kann nur gewirkt werden wenn man die Waffen weggesteckt hat und umgekehrt.
Die weite Ebene fühlt sich mit der Zeit etwas leer an, wenn es nicht die Horden an Gegnern geben würde aber die wenn auch kleinen Dungeons sind ganz nett gemacht.
Wenn man sein System offline hält (Bitte bestätigen…) kann es sein dass man einen gewissen Screen sieht nach dem letzten Boss einer Ebene. Es scheint so dass man jede Ebene die man „freischaltet“ erst noch extra herunterladen muss. Nette Idee eigentlich, nur ein bisschen nervig.

Optik:

Da Grafik ja so wichtig ist und ein Spiel mit schlechter Grafik nie gut sein kann (hust Undertale hust) muss ich hierzu wohl auch etwas sagen.
Wie bereits angedeutet sind die offenen Maps offen, aber auch ziemlich leer wenn man von den Gegnern mal absieht, sehen aber sehr schön aus und gefallen mir sehr gut.  Die Dungeons sind eher sehr klein gehalten und mit nur wenig Gegnern besiedelt, dafür aber mit kleinen Rätseln versehen wie sie in einem normalem MMO auch zu finden wären.

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Die Dungeons sehen sich zumindest auf einem Floor immer recht ähnlich, sind aber jeweils ganz unterschiedlich.

Was gibt es ansonsten noch zur Optik zu sagen…jeder Charakter kommt mit 4-5 Klamottensets, andere Waffen sind am Charakter ersichtlich und ansonsten eigentlich nicht viel dazu zu sagen. Der Animationsstil und damit auch die Engine sind sich ähnlich wie in Hollow Fragment.

Zum Abschluss kann ich nur noch Silica in allen 4 Klamotten die sie besitzt zeigen.

Offizielle ALO-Klamotte

Offizielle ALO-Klamotte

Die Schuluniform aus dem "Real Life"

Die Schuluniform aus dem „Real Life“

Definitiv der falsche Badeanzug.

Definitiv der falsche Badeanzug.

Und ein Badetuch. Wie das wohl beim Fliegen hält?

Und ein Badetuch. Wie das wohl beim Fliegen hält?

Und damit gebe ich meine Wertung von „sollte man eine Chance geben, aber nicht zu viele Erwartungen hinein legen“.

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3 Gedanken zu “SAO Lost Song: Irgendwie will es ein MMO sein, aber nicht ganz ohne Schwächen

  1. Das Spiel ist geil und jeder SAO Fan sollte es sich holen. Wer was anderes sagt ist kein SAO Fan und sollte sich als keinen bezeichnen.

    • Ja, das haben Fanbases so an sich. Wenn man nicht alles davon hat ist man kein Fan und blablabla. Demnach dürfte ich von nichts ein Fan sein weil ich nirgendwo mir die Mühe machen würde alles davon zu besitzen.
      Ich kann dir nicht wiedersprechen, das Spiel ist wirklich recht gut. Aber leider zu repetitiv. Und wenn du meinen Artikel genau gelesen hättest und ihn nicht aufgrund der Überschrift alleine als komplette Kritik hingestellt hättest würdest du das auch wissen, das ich so denke.
      Außerdem ist das Ziel eines Reviews normalerweise immer alles Gute und Schlechte anzusprechen.

      • Wie kannst du es wagen SAO repetitiv zu nennen!

        Srsly. Selbst wenn man ein Fan von nem Medium ist und dann ein Spiel kommt wo alles immer das selbe ist, IST das nicht gut.
        Daran leidet z.B. im Moment auch RWBY, allerdings ist das noch nich fertig, aber SAO ist ein fertiges VOLLPREIS Spiel … also joa …

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