Manga-Comic-Con 2019 | Erlebnisbericht

Auch die jährliche Leipziger Buchmesse war wieder schneller vorbei, als wir es realisieren konnten~

Dieses Jahr lief es so ein bisschen anders bei uns. Shima und ich sind erst am Freitag mit dem Flixbus angereist, da ich am Donnerstag beim Zahnarzt fest saß und wir dann natürlich erst einen Tag später fahren konnten. Aber gehen wir doch mal auf alle Tage einzeln ein.

Freitag

Der erste Tag ist bei uns ja immer der Tag, wo wir normalerweise alles einkaufen gehen. Das trifft zumindest auf mich zu, was Manga-Neuheiten angeht. Meistens sind die aktuellsten Sachen schon am Samstag weg, weswegen es immer ganz gut ist die Tage vorher anwesend zu sein. Allerdings gab es in dieser Richtung dieses Jahr ein bisschen Ernüchterung. In den vergangenen Jahren war es immer so, das man die Manga-Neuheiten des Monat März und April kaufen konnte. Da die meisten Verlage ihre Veröffentlichungsdaten um die Messe gelegt haben, war da nur Kazé und Manga Cult mit den Neuheiten für den April am Start. Meine persönlichen Einkäufe beschränkten sich dementsprechend eh nur auf Carlsen, Kazé und Altraverse, da Egmont im Moment nicht viel für mich persönlich zu bieten hat und Tokyopop wegen einem Band aufsuchen? Die Stände waren zum Teil auch recht klein gehalten, gerade der von Tokyopop war winzig im Vergleich zu den anderen. Altraverse dagegen konnte extrem expandieren, wenn man noch an den kleinen Stand vom Vorjahr denkt. Die anderen waren weder größer noch kleiner als im letzten Jahr – aber man hat der Halle 1 einen gewissen Platzmangel angemerkt. Viele Stände wirkten wesentlich kleiner, damit einfach mehr reinpasst. So extrem hatten wir das die vergangen Jahre noch nie. Natürlich ist es schön zu sehen, das der Manga-Comic Bereich weiter wächst. Mittlerweile kann mir keiner mehr erzählen, das Manga nur noch Nische ist. Bei dem FAQ von Hiro Mashima waren extrem viele Leute dabei und es gab keinen einzigen Sitzplatz mehr. Aber in Richtung Gäste aus Fernost konnte wirklich nur Carlsen so richtig begeistern. Natürlich hat Altraverse auch schon Gäste dabei gehabt, aber der Rest? Tokyopop bringt eine völlig neue Mangaka nach Deutschland und Egmont steht einfach mal mit gar nichts da. Rein von den Gästen war es dieses Jahr sehr traurig, die deutschen Zeichner sollten aber alle dagewesen sein. Sicherheit wurde aber dieses Jahr sehr groß geschrieben, wenn man die große Bühne beobachtet hat. Diese war nur noch auf einen Eingang betretbar und konnte auch nur auf einem Ausgang wieder verlassen werden. Früher war dort ein Durchgang, aber man hat sich dazu entschieden es komplizierter zu machen. Auch Kontrollen zwischen den Hallen (Richtung Cosplay) wurden wesentlich aktiver durchgeführt, weswegen viele Cosplayer wahrscheinlich auch zum großen Teil lieber in der Glashalle geblieben sind. Der erste Tag war aber eigentlich recht entspannt, nur waren da schon mehr Leute da als von uns erwartet. Das Personal der Messe und die Händler war in der Regel recht freundlich, beklagen kann ich mich eigentlich nicht.

Samstag

Samstag war der Tag mit den meisten Besuchern, keine Frage. Selbst wenn wir uns in andere Hallen getraut hätten, wären wir ab einem bestimmten Punkt wahrscheinlich nicht mehr rein gekommen. Anime on Demand war gerade dabei, gegen zwölf Uhr ein Anime-Raten mit Synchron-Clips zu machen, als eine Meldung in der ganzen Halle zu hören war. In der Halle sind zu viele Menschen, es kommt keiner mehr rein (und auch irgendwie nicht raus, aber das hat sich später geklärt) und es war echt extrem. Die Gänge waren einfach nur noch verstopft, man kam nur schwer weiter und wahrscheinlich muss auch irgendwas passiert sein wenn so eine Meldung kommt. So etwas hatten wir in all den Jahren wirklich noch nie so extrem, viele Leute auf der Messe sind ja normal, aber so extrem das eine Warnmeldung geschalten werden muss? So blieben wir erst mal bei der großen Bühne und haben uns nach dem Quiz danach noch den Cosplaywettbewerb angesehen. Wir waren im Vorjahr nicht bei diesem Wettbewerb, aber ich habe in meinem Leben genug solche Wettbewerbe gesehen und kann eins behaupten: das war mit einer der schlimmsten Wettbewerbe die ich je gesehen habe. Die neuen Moderatoren konnten wenig dafür, aber unter diesen Teilnehmern gab es vielleicht eine Hand voll (oder mehr) die mir gefallen hat. Das klingt jetzt vielleicht etwas streng, aber Hilfe. Das war irgendwann nicht mehr auszuhalten ohne den Kopf abzuschalten. Die letzte Dame die dann aus dem Phantom der Oper sang, war aber das Highlight des Wettbewerbes und hat auch verdient gewonnen. Zum Rest enthalte ich mich lieber, weil hier sicherlich schon genug gesagt wurde.

Ein paar Einkäufe habe ich an diesem Tag auch noch gemacht, aber das waren hauptsächlich Figuren und Merchandise. Preislich ging es da dieses Jahr sogar mit den Prize-Figuren, aber man merkt schnell wenn man an einem überteuerten Stand steht. Über 50 € für eine Prize-Figur ist einfach Wucher. Viel nach gebrauchten Manga konnten wir gar nicht schauen, weil die Halle eben so verdammt voll war. Ein Blick beim Bring & Buy haben wir aber hinbekommen, auch wenn der zwischen der Künstlerecke ziemlich versteckt war. Der Samstag hatte aber auch seine süßen Seiten für mich – da ich Yuri aus Doki Doki Literature Club gecosplayed habe, gab es erstaunlich viele junge Mädels die ein Bild mit mir machen wollten. Eine schrie mich sogar an, was ich erst gar nicht bemerkt habe. Ansonsten lief aber alles friedlich, jeder bekam sein Bild und alle waren glücklich. Wer übrigens nach der Messe noch unbedingt in asiatischen Restaurants essen möchte, sollte gerade zur Messezeit vielleicht noch ein paar Plätze im voraus reservieren. Haben wir nicht gemacht, weswegen wir dann auf dem Heimweg in Dresden angehalten haben. Kann man zwar machen, ist aber auch nicht so optimal.

Sonntag 

Der große Ansturm war endlich vorbei und wir konnten endlich wieder etwas entspannen. Zumindest ging es mir so, die Plätze im Teegarten waren etwas freier, nur ein paar kreischende Mädchen die man hier und da gesehen hat waren etwas nervig. Wir haben nach Jahren endlich mal das Maid Café ausprobiert, nach dem das auf der Dedeco so geil war. Allerdings war das Maid Café auf dieser Convention eher eine Cafeteria mit Maids. War in Ordnung, aber das direkt als Café zu bezeichnen? Hm, gut. Der Drake verschwand dann nach dem Mittag mit seiner Freundin, somit blieben Shima und ich als letzten übrig. Wir waren bei einem Konzert von Sayuri, bei der wir schon letztes Jahr waren und sind dann Bilder in der Glashalle machen gegangen. Für Cosplayer ist das zum rumhängen auch am besten, wobei ich im Nachhinein gern jeden Tag mal eine Stunde raus gegangen wäre. Nächstes Jahr sollten auch denk wieder alle Tage drin sein, da sollte es vielleicht gar nicht so das Problem sein. Sonst ist am Sonntag tatsächlich nicht mehr viel passiert, außer das wir mit einigen Leuten rumgehangen sind. Die Cosplaybilder die wir gemacht haben, findet ihr hier im Beitrag.

Was ist das Fazit für diese Messe? Ja, so eine chaotische Convention habe ich schon lang nicht erlebt. Ich würde wahrscheinlich niemanden direkt was vorwerfen, eben weil gerade am Samstag so viele Leute da waren. Mittlerweile bin ich aber tatsächlich der Meinung, das man der Manga-Comic-Convetion entweder eine zweite Halle oder eine eigene Veranstaltung gönnen sollte. Mit den großen Cons kann man es natürlich nicht vergleichen, aber der Platzmangel war dieses Jahr wirklich deutlich spürbar. Natürlich hat die Con trotzdem Spaß gemacht, keine Frage. Aber dieses Jahr gab es eben diese Dinge, die als Besucher doch etwas belastend waren. Auch die eingeführte Cosplay-Hotline war eine gute Idee, Unklarheiten und Probleme aus der Welt zu schaffen. Aber ob das noch reicht um diese immer weiter steigenden Besucherzahlen gerecht zu werden? Das ist eine schwere Frage.

Hier folgen im Anschluss noch ein paar Cosplayfotos, die mit der Genehmigung der Cosplayer gemacht worden sind:

Iago aus Fire Eblem Fates. (das wusste ich, dafür hab ich bestimmt nicht Shima gefragt)

Hermine Granger und Draco Malfoy (Harry Potter)

Jeanne Alter im Shinjuku Outfit (Fate/Grand Order)

Bismark aus Kancolle.


Bonus

Honoka auf Abwegen.

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