Alles, nur bitte kein Main Char (eine 4-koma Fiction) | Prolog

Seit jeher meint es Keikos Leben zu gut mit ihr. Von einer bescheuerten Situation in die nächste stolpert sie seit ihrer Geburt. Das schwere daran? Jeder davon auszuweichen. Wieso sage ich dann dass ihr Leben es es nur zu gut mit ihr meint? Blicken wir auf eine besonders ereignisreiche Stunde in Keikos Leben um zu verstehen was damit gemeint ist.

Seufzend dreht Keiko eine ihrer in pink auslaufenden Strähnen zwischen den Fingern. Wieder einmal ist die Haarfarbe einfach ausgelaufen. Und dabei hatte sie doch gestern erst diese Spitzen blond gefärbt, wie den Rest ihrer Haare. Wofür andere teuere Friseurbesuche zahlen ist für sie etwas ganz normales, ihre ansonsten blonden Haare laufen aus irgendeinem Grund in pinken Strähnen aus. Wie ein Charakter aus einem Anime oder Videospiel könnte man meinen, und genauso wie so einer zieht Keiko “Probleme” magisch an. Geübt weicht sie Personen aus die abgelenkt auf sie zulaufen und sie rempeln würden während sie die Straße zu ihrem momentanen Wohnort entlangläuft. Momentan? Ja, denn ihre Eltern verstehen ihr Schicksal und ziehen mit ihr möglichst oft um. Irgendwann häufen sich diese Probleme einfach zu sehr um ihnen noch aus den Weg zu gehen. Keiko erinnert sich noch an die Nachbarschaft die nur in einem Monat von einem Meteoriten, einem Poltergeist und mehreren unerklärbaren Mordfällen geplagt wurde, nur weil sie dort in der Umgebung war.
Keikos Fluch besteht nämlich darin jedes Klischee eines Animes oder Games durchleben zu können. Wenn sie das nicht immer umgehen würde. Sie hat schon lange aufgehört zu zählen wie oft sie fast eine Waise geworden wäre, komische Wesen oder Menschen ihr einen “Vertrag” angeboten haben oder auf einmal unnatürliche Dinge in ihrer näheren Umgebung passiert sind. Wo andere neugierige Menschen hinlaufen würden wenn sie Abends auf einmal einen grünen Schimmer sehen würden oder eine Stimme hören die sie ruft, dreht Keiko auf der Stelle um oder zieht sich einen Kopfpolster über den Kopf. Bloß normal sein, nicht so abgehoben. Nicht sein Leben riskieren, Plot Armor hin oder her.
Genervt von ihren Haaren biegt Keiko in die Straße ein in der sich das Appartment ihrer Eltern momentan befinden sollte, wird aber von einer gelb blinkenden Straßensperre begrüßt. Seufzend dreht sie sich also wieder um und geht weiter bis zur nächsten Seitenstraße. Sie weiß wenn sie hingegangen wäre hätte es ihre Eltern erwischt und irgendein Geist oder Monster wäre dafür verantwortlich. Dadurch dass sie dieses “Event” hier aber umschifft verwandelt sich das ganze in eine harmlose Gasexplosion. So hat auch ein Anime angefangen den sie letztens erst gesehen hat und außerdem weiß sie mittlerweile wie ihr “Schicksal” funktioniert.
Von der Seite kamen Schreie und kurz blickte sie in die Seitengasse um zu sehen wie ein junger Mann in etwas zu teuren Klamotten von ein paar Straßentypen verprügelt wird. Den Kopf wieder senkend trottet Keiko an der Gasse vorbei. Wenn sie da helfen würde würde sie entweder selbst Opfer der Rowdys werden und dadurch würde der Typ sicher auf einmal Kräfte haben und SIE retten oder sie selbst würde aufgrund irgendeiner neu entdeckten Fähigkeit den Mann retten, der sie darauf hin stalken würde weil er in ihrer Schuld steht. Nur noch einmal ums Eck und dann wäre sie zuhause. Bloß in keine Story verwickeln lassen. Schnell flitzt sie an einem trotz der Hitze in einen Mantel gekleideten Mann vorbei der ihr sicher irgendeinen magischen Gegenstand andrehen würde wenn sie ihn zu lange ansieht und ihr zuzischen würde niemandem davon zu erzählen. Kurz darauf kommt sie zuhause an, aber nicht ohne in der Nähe des neuen Mieters fast zu stolpern. Der sieht sie besorgt an, aber Keiko flitzt schnell an ihm vorbei ins Haus bevor sich hier noch eine Romanze entwickeln kann und möglichst schnell in die Wohnung, bevor sie sich in ihrem Zimmer versteckt. Ihre Mutter sieht nur kopfschüttelnd auf die geschlossene Tür, durch die man leise ein Anime-Opening spielen hört. Recherche nennt ihre Tochter das. Hoffentlich kommt sie heute wenigstens zum Abendessen raus.

So, jetzt wisst ihr was in Keikos Leben so vor sich geht. Springen wir also wieder in die Gegenwart: Nach einem weiterem Umzug kommt die Zeit, die für Protagonisten besonders gefährlich ist. Mit 15 Jahren tritt sie in die Hochschule ein, ein Hotspot für Klischees, Liebesgeschichten und fragwürdige Clubs. Wird sich Keiko in dieser Umgebung noch vor ihrem Schicksal retten können?  Oder wird sie doch noch schwach und erliegt einem sexy Austauschschüler? Oder erlebt mit wie die Schule von einem Zombieangriff geplagt wird? Man wird es merken. Aber diese Geschichte wird erst passieren.

Mal sehen wie das hier ankommt für die ersten paar Kapitel und ob es sich auszahlt das weiter zu verfolgen.

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